Juli-Exkursion der VAM e.V. wegen Trockenheit abgesagt
Juliexkursion 2026
Juli – Exkursion der VAM - zwar abgesagt – aber zwei Unermüdliche machten beachtliche Funde!
Letzter Samstag im Monat. Wie geplant, findet die monatliche VAM-Exkursion diesmal im Grünfelder Park in Waldenburg statt. Naja, nicht ganz…Aufgrund der warmen und viel zu trockenen Witterung sollte unsere monatliche Exkursion leider ausfallen.
Dennoch machten wir (Anne und Anni) uns zu zweit auf den Weg.
Am Park angekommen: leichte Ernüchterung. Im Zwickauer Landkreis gab es in den letzten Wochen zwar einiges Wasser von oben, scheinbar ist dieses aber nicht allzu tief im Boden versickert. Dennoch dauerte es nicht lange und der erste Pilz erschien im Augenwinkel. Ein hübscher Scheibentintling:

Entlang der ersten Allee war leider relativ wenig zu finden. In einem schattigeren Bereich dann auf einmal zwei gelbe Tupfer im Laub. Zwei wirklich schöne Gelbe Graustieltäublinge, welche auch mit ins Körbchen durften:

Zwischen den alten Bäumen fanden wir dann schnell weitere Täublinge. Vorwiegend handelte es sich dabei um Frauentäublinge, welche an Hand ihrer biegsamen Lamellen leicht zu erkennen waren.
Bei genauerem Hinsehen fanden wir auch Tiegelteuerlinge, Nelken-Schwindlinge und auch Halsband-Schwindlinge.

Oft lohnte sich auch der Blick nach oben, da sich an dem schönen alten Baumbestand Baumpilze, wie der Schuppige Porling, der Schwefelporling oder der Flache Lackporling fanden.

Die bekannten Röhrlinge waren leider heute nur in sehr geringe Mengen vertreten. Zwei Flockenstielige Hexenröhrlinge und - eines unserer Highlights- ein kleiner Schwarz-Blauender Röhrling.
Dann kamen wir an eine Stelle mit diversen Täublingen, welche wir vor Ort nicht alle eindeutig bestimmen konnten.
Insbesondere ein Hellbrauner Täubling, mit kammartigen Riefen und einem angenehmen obstigen Geruch bereitete uns Kopfzerbrechen.
Diesen nahmen wir uns als Hausaufgabe mit.
Glücklicherweise kannten wir diesen Kandidaten bereits durch einen Fund eine Woche vorher aus einem anderem Park. Die chemischen Reaktionen und ein Schnittbild bestätigten dann unsere Vermutung: ein Milder Kammtäubling.
Der sehr ähnliche Kratzende Kammtäubling stand in unmittelbarer Nachbarschaft, riecht jedoch bei weitem nicht so angenehm.
Weiter ging es nun auf die andere Seite des Parks. Auch hier gab es wieder diverse Täublinge zu bestaunen. Unter anderem der Violettstielige Pfirsichtäubling.
Ansonsten waren die üblichen Bekannten für diese Jahreszeit zu finden: Wiesenbovist, Dickschaliger Kartoffelbovist oder auch der Rehbraune Dachpilz.
Zuletzt wunderten wir uns noch über merkwürdige weiße Flecken im Moos. Diese sahen aus, als wäre das Moos mit Wachs übergossen worden. Daher wohl auch der Name Erdwachskruste.

Insgesamt kamen wir so nach etwas über drei Stunden auf 36 verschiedene Arten aus diesem Park.
Text Anni, Bilder von Anni und Anne